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Deutsche Ausg. Dojeon 'JeungSan' | 1:10 | | 7 | Er sagte auch: „Die dritte Gebirgskette verläuft östlich zum Berg Baekdusan. Von dort verläuft sie südlich und wird vom Berg Geumgangsan mit seinen 12.000 Bergspitzen gekrönt. In seiner ursprünglichen Energie wird JeungSan geboren werden. Er soll das Tao der Erntezeit in dem Berg Moaksan erschließen, dem Tor des Himmels und der Erde. Seine Wahrheit soll wie eine reife Frucht aller Wahrheiten sein. Später soll seine Religionslehre 12.000 Erleuchten hervorbringen, gesegnet durch die Naturkraft des Berges Geumgangsan.“ |
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| | 1:19 | | | Sa-ok gibt sich den Ehrennamen JeungSan |
| 23 | Sa-ok gab sich den Ehrennamen JeungSan, während er noch auf dem Berg Siru meditierte. |
| 32 | Hier fand er schließlich JeungSan. Er konnte seine Augen vor ihm kaum offen halten, da es um ihn herum voller Licht war. |
| 33 | Hocherfreut wollte In-su JeungSan seinen Respekt zeigen. Dieser beachtete ihn jedoch nicht und setzte seinen Weg fort. |
| 34 | In-su lief JeungSan nach, aber er schalt ihn nur: „Gehe nach Hause, du Bengel!“ |
| 35 | In-su folgte ihm jedoch unbeirrt weiter. Nach ein paar Monaten benannte JeungSan In-su in Bok-nam um und erlaubte ihm, bei ihm zu bleiben. |
| 36 | Eines Tages sagte JeungSan zu Bok-nam: „Halbglauben führt dich nur ins Verderben. Wenn du nicht willig bist, fest zu glauben, fang lieber nicht damit an! |
| 38 | JeungSan setzte fort: „Man hat keine Bedenken wegen der Sünden, die man heimlich begangen hat. Aber in der Geisterwelt wird keine einzige Sünde verborgen bleiben. |
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| | 1:20 | | 1 | Im Jahre 1894, als er 24 Jahre alt war, gründete JeungSan eine Schreibschule bei seinem Schwager Jeong Nam-gi und brachte seinem Bruder Yeong-hak und den Nachbarskindern das Lesen und Schreiben bei. Seine Lehrmethode war so außergewöhnlich, daß sie von allen sehr gelobt wurde. |
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| | 1:21 | | | Mit 24 Jahren ist JeungSan entschlossen, die Welt von allem Leid zu erlösen |
| 1 | JeungSan sah dem Verlauf des Volksaufstandes, der das Kommen des Hucheon verkünden sollte, aufmerksam zu. |
| 2 | Jeon Bong-jun war damals 40 Jahre alt; JeungSan ein junger Mann von 24 Jahren. |
| 3 | JeungSan war tief besorgt darüber, daß die Welt immer schlechter wurde. In diesem Jahr faßte er den festen Entschluß, die Welt von allem Leid zu erlösen. |
| 4 | Eines Nachts im Mai desselben Jahres erschien JeungSan ein alter Mann im Traum. Die beiden diskutierten über die geheimnisvollen Prinzipien des Universums und die Zukunft dieser Welt. |
| 5 | Im Mai verließ JeungSan plötzlich sein Elternhaus. Yu Deok-an suchte auf Bitten des Vaters von JeungSan nach ihm. |
| 12 | Später kam JeungSan wieder nach Hause und tröstete Deok-an mit den Worten: „Die schweren Zeiten haben Sie in Gefahr gebracht und Ihnen viel Leid angetan. Sie brauchen jetzt nicht mehr nach mir zu suchen.“ Damit erkannte Deok-an, daß er seine Rettung dem Eingreifen JeungSans zu verdanken hatte. |
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| | 1:22 | | | JeungSan sieht die Niederlage der Donghak-Revolution voraus |
| 1 | JeungSan sah voraus, daß die Donghak-Revolution keine Zukunft hatte. In einer Nacht im Juli war er in der Dunkelheit in Meditation versunken. |
| 5 | Im Bewußtsein, daß die Donghak-Revolutionäre im kommenden Winter eine schwere Niederlage erleiden würden, überredete JeungSan jeden, den er traf, sich nicht den Aufständischen anzuschließen. |
| 6 | In diesem Winter wurden die Revolutionäre tatsächlich wie vorausgesagt von der Regierungsarmee vernichtend geschlagen. Diejenigen, die auf JeungSan gehört hatten, blieben verschont; aber die anderen, die seiner Worte ungeachtet in den Krieg gezogen waren, verloren ihr Leben. |
| 7 | Diejenigen, die JeungSan geglaubt hatten, nannten ihn ‚einen inkarnierten Gott‘. Sie sagten, daß JeungSan alles wisse. |
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| | 1:23 | | | JeungSan sucht die Soldaten der Donghak-Armee auf, um ihre Zukunft zu deuten |
| 1 | Im Oktober des gleichen Jahres ging JeungSan nach Donggol in Taein und besuchte Bak Yun-geo, den Abteilungsführer der Donghak-Armee. |
| 3 | JeungSan setzte sich an die Türschwelle und begrüßte Bak Yun-geo. Dann sagte JeungSan: |
| 5 | Nachdem er JeungSan angehört hatte, gab Bak Yun-geo die Führung der Truppen ab und nahm nicht mehr am Krieg teil. Choe Du-hyeon aber rückte an die Stelle von Bak Yun-geo und zog mit der Armee ins Feld. |
| 9 | Zu dieser Zeit bekam An Pil-seong den Befehl, in Namwon am Krieg teilzunehmen. Auf der Straße bei Jeongja-ri traf Pil-seong zufällig auf JeungSan. |
| 10 | Da Pil-seong JeungSan bereits früher einmal in Taein begegnet war, erkannte er diesen sofort. Er grüßte JeungSan: „Ach! Was führt dich hierher?“ Darauf erwiderte JeungSan: „Ich wußte, daß du diesen Weg nehmen würdest. Ich gehe ein Stück des Weges mit dir.“ |
| 12 | JeungSan bestellte Getränke und sagte nach einem Schluck zu Pil-seong: „Da es heute kalt ist, ist es besser, hier zu bleiben und auszuruhen. Du wirst den Mann, den du in Namwon sehen wolltest, hier treffen.“ |
| 13 | Da erwiderte Pil-seong: „Es fehlt mir an Reisegeld. Wenn ich den Mann hier nicht sehen sollte, wird es Schwierigkeiten geben.“ JeungSan sagte aber: „Hab Vertrauen zu mir und mach dir keine Gedanken darüber, was du essen wirst!“ |
| 19 | Mit Pil-seong folgte JeungSan der marschierenden Truppe in einiger Entfernung, bis sie Sutongmok bei Jeonju erreichten. JeungSan sagte zu Pil-seong: „Heute wird es in Jeonju ein Blutbad geben. Es ist besser, heute hier zu übernachten und morgen nach Jeonju zu gehen.“ Der großartige Anblick der Donghak-Armee verstärkte aber Pil-seongs Verlangen mitzumarschieren. |
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| | 1:24 | | 1 | Am nächsten Tag kam JeungSan mit Pil-seong in Jeonju an und suchte eine ruhige Bleibe auf. |
| 2 | Pil-seong, dessen Herz voller Erwartung war, durch die Lehre von Donghak eine neue Welt zu gründen und sein Vaterland gegen die fremden Mächte zu schützen, achtete kaum auf das, was JeungSan ihm riet. |
| 3 | Gegen Abend sagte JeungSan zu Pil-seong: „Gehen wir auf die Straße, da gibt‘s etwas zu sehen.“ |
| 5 | Pil-seong erschrak bei diesem Anblick. JeungSan sagte mit einer ernsten Stimme, mit dem Finger auf die Köpfe zeigend: „In einer gefährlichen Zeit wie dieser ist es ratsam, sich vorsichtig zu verhalten. Nimm dich bitte in Acht, wenn du in den Kampf ziehst!“ |
| 6 | Damit verabschiedete sich JeungSan von An Pil-seong. |
| 10 | JeungSan, der sich der Gefahr einer bevorstehenden Niederlage der Donghak-Armee bewußt war, suchte sogleich General Jeon in seinem Feldlager in Gongju auf und sagte: „Dieser Krieg geht allein auf Kosten des unschuldigen Volkes und bringt am Ende nichts. Beende diesen Krieg!“ General Jeon aber achtete nicht auf JeungSans Worte. |
| 12 | In Yeosan angekommen sah Pil-seong JeungSan zum dritten Mal. Dieser sah vom Straßenrand herüber. |
| 13 | JeungSan fragte Pil-seong: „Marschierst du jetzt mit?“ Da Pil-seong dies bejahte, warnte ihn JeungSan: „Diese Schlacht wird verheerende Folgen haben. Paß besonders gut auf dich selbst auf!“ |
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